Vom Erhabenen zum Abscheulichen

Die Ausstellung

Ab 1. Oktober 2021

Musik zu betreiben, sei es produzierend oder konsumierend, ist eine Möglichkeit, sich mit Musik zu beschäftigen. Eine andere ist die geschichtliche Auseinandersetzung mit Musik bzw. mit deren Ersteller*innen und Interpret*innen. Musikphilosophie hingegen ist von völlig anderem Stoffe: Ihr geht es um das gedankliche Durchdringen dessen, was Musik ist und wie sie es vermag, jene Wirkung zu erzeugen, die wir erleben, wenn wir uns von Musik ergriffen, aufgerüttelt, benebelt, verführt, abgeschreckt oder auch angewidert und abgestoßen fühlen.

Philosophieren ist, einer gängigen Wendung nach, das permanente gedankliche Umbauen des Seienden. Musik ist Teil des Seienden. Insofern verwundert es wenig, dass bei diesem permanenten Umbau vielzählige und verschiedenste Bauwerke entstanden sind, die mehr oder weniger treffsicher bzw. mehr oder weniger beständig erfassen, was Musik und die ihr innewohnende Wirkmacht ist. Diese Ausstellung soll dem*der Besucher*in einen Eindruck vermitteln, wie buntscheckig und bewundernswert aber auch verwunderlich und mitunter verstörend, diese gedanklichen Bauwerke sind.

 

Über den Kurator

Heinz Palasser (geb. 1967 und wohnhaft in Wien) ist über die Umwege des Lebens zur Philosophie gekommen. Den Drang das vermeintlich Selbstverständliche aus eben dieser Selbstverständlichkeit zu befreien, trägt er wohl schon immer in sich. Seit 2012 betreibt er gemeinsam mit dem Philosophen Bernd Waß die School of Philosophy. Die Musik als aufbauendes Medium liebt er zeit seines Lebens. Also schien es ihm naheliegend, sich der Musikphilosophie zuzuwenden. Er freut sich über Gelegenheiten wie diese, philosophische Inhalte einem größeren Publikum näher zu bringen.

 

Informationen für Ihren Besuch

Der Zugang für alle Ausstellungen erfolgt über den Museumseingang.

Die Ausstellung ist barrierefrei zugänglich.

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