Let’s Talk about Beethoven

Mit ExpertInnen im Gespräch

Gemeinsam mit WIEN BEETHOVEN 2020 lädt das Haus der Musik herzlich zu einer Gesprächsreihe ein. Verschiedene Rednerinnen und Redner werden an ihrer Expertise bezüglich des Jubilars teilhaben lassen und neue Perspektiven auf den Komponisten eröffnen.

Folge 04: Let’s talk about Beethoven

Mit Starviolinistin Lidia Baich

Beethovens einziges Violinkonzert ist für Generationen von Geiger*innen ein Olymp, den es zu erklimmen gilt und gehört somit zu den wichtigsten Werken der Violinliteratur . In dieser konzertanten Episode werden die musikalischen, historischen und künstlerischen Aspekte des Konzerts beleuchtet.
Aus dem Zyklus der 10 Violinsonaten werden auszugsweise Besonderheiten, Charakteristika und Hintergründe unter die Lupe genommen.

Außerdem bei dieser Special Edition zu Gast:
Leo Gergov (Pianist, 6 Jahre)
Dirigent Prof. Martin Haselböck
Geiger Aleksey Igudesman
Pianistin Alexandra Goloubitskaia

© Petra Kamenar

Lidia Baich gilt als eine der vielseitigsten Geigensolistinnen der Gegenwart; sie fasziniert weltweit Zuhörer*innen durch intensive Interpretation.

Die Virtuosin Lidia Baich gastierte bei Festivals wie den Wiener Festwochen, den Salzburger Festspielen, dem Dubrovnik Festival, beim Moritzburg-Festival, dem Jerusalem Chamber Music Festival, oder beim Johannesburg Mozart Festival. Sie war als Jurorin bei renommierten Violinwettbewerben wie dem Menuhin – oder dem Eurovisions – Wettbewerb tätig und hat eine Professur an der Musik und Kunst Universität Wien inne.

Lidia Baich spielt auf einer Violine von Jean Baptiste Vuillaume aus dem Jahr 1860.

„… schwebender, eleganter, virtuoser, zugleich seriöser im instrumentalen Können und der Beherrschung des Materials kann man das nicht interpretieren.“ (NEWS)

Beethoven – als geselliger Einzelgänger

Kontrastierend zu gegenwärtigen Erzählperspektiven, in jenen Ludwig van Beethoven nicht selten als verschlossener Einzelgänger gezeichnet wird, unterhielt er seinerzeit zahlreiche Kontakte zu seiner Umgebung. Nebst Mäzenen, Schülern, Freunden und Verlegern, durchaus auch zu Frauen (darunter die „Unsterbliche Geliebte”). Eine besondere Rolle ist dem Verhältnis zu seinem Neffen Karl zuzuschreiben, eine Beziehung, die nur mehr als tragisch und emotionsgeladen beschrieben werden kann.

Dr. Thomas Leibnitz, Direktor der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek im Gespräch mit HDM Direktor Simon Posch.

Sehen Sie sich das Video hier an – Folge 01: Beethoven als geselliger Einzelgänger

Beethoven als Hofmusiker

Kaum eine Beethoven-Biographie beschäftigt sich – ganz im Unterschied zum „Wunderkind“ Mozart – eingehender mit den immerhin 22 Jahren, die Ludwig in Bonn lebte, so dass man den Eindruck gewinnen muss, er sei aus einem provinziellen Dunkel in die Musikhauptstadt Wien gekommen. Wie neueste Forschungen zeigen, hat er aber am dortigen kurfürstlichen Hof vielfältige musikalische Erfahrungen mit aktuellstem Repertoire sammeln können: als Organist in der Hofkirche, als Bratscher im Opernbetrieb und als Cembalist und Pianist in der kurfürstlichen Kammer und bei öffentlichen Hofkonzerten. Wie beeinflusste die frühe Karriere als „Hofmusiker“ Beethovens späteres Komponieren?

Prof. Dr. Birgit Lodes spricht über Beethoven als Hofmusiker.

Hier geht es zum Video – Folge 02: Beethoven als Hofmusiker

Beethoven – Beethoven durch die Jahreszeiten

Über die Deutungshoheit der Rezeption Ludwig van Beethovens sowie seiner Werke ist posthum lange gerungen worden. Dem Versuch einer nationalpolitischen Vereinnahmung
durch die Grabrede Grillparzers und dem
Umdeutungsversuch Wagners, den Komponisten als Herold der deutschen Eroberung von Paris 1870 zu stilisieren, folgten im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts zahlreiche Akteure und Regime, die sich an einer Instrumentalisierung in ihrem ideologischen Sinne versuchten, doch scheitern mussten.

Prof. Dr. Rathkolb spricht über die Rezeption des großen Tonkünstlers im historischen Kontext.

Sehen Sie hier Folge 03: Beethoven – Ein Mann für alle Jahreszeiten

Der „Beethoven-Geiger“

„Wer bethet ihn den[n] mehr an als ich?“ Der „Beethoven-Geiger“ Ignaz Schuppanzigh, vom Meister gerne als „Mylord Falstaff“ tituliert, brachte zahlreiche Kammermusikwerke Beethovens zur Uraufführung und war ihm seit früher Jugend verbunden.
An diesem Abend werden wir gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Hellsberg eben jenem Meister auf der Spur sein.

Prof. Dr. Clemens Hellsberg,  im Dezember, Termin tba