Let’s Talk about Beethoven

Mit ExpertInnen im Gespräch

Gemeinsam mit WIEN BEETHOVEN 2020 lädt das Haus der Musik herzlich zu einer Gesprächsreihe ein. Verschiedene Rednerinnen und Redner werden an ihrer Expertise bezüglich des Jubilars teilhaben lassen und neue Perspektiven auf den Komponisten eröffnen.

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Beethoven – als geselliger Einzelgänger

Kontrastierend zu gegenwärtigen Erzählperspektiven, in jenen Ludwig van Beethoven nicht selten als verschlossener Einzelgänger gezeichnet wird, unterhielt er seinerzeit zahlreiche Kontakte zu seiner Umgebung. Nebst Mäzenen, Schülern, Freunden und Verlegern, durchaus auch zu Frauen (darunter die „Unsterbliche Geliebte”). Eine besondere Rolle ist dem Verhältnis zu seinem Neffen Karl zuzuschreiben, eine Beziehung, die nur mehr als tragisch und emotionsgeladen beschrieben werden kann.

Dr. Thomas Leibnitz, Mittwoch, den 22. April 18:30 Uhr

Sehen Sie sich das Video hier an – Folge 01: Beethoven als geselliger Einzelgänger

Beethoven als Hofmusiker

Kaum eine Beethoven-Biographie beschäftigt sich – ganz im Unterschied zum „Wunderkind“ Mozart – eingehender mit den immerhin 22 Jahren, die Ludwig in Bonn lebte, so dass man den Eindruck gewinnen muss, er sei aus einem provinziellen Dunkel in die Musikhauptstadt Wien gekommen. Wie neueste Forschungen zeigen, hat er aber am dortigen kurfürstlichen Hof vielfältige musikalische Erfahrungen mit aktuellstem Repertoire sammeln können: als Organist in der Hofkirche, als Bratscher im Opernbetrieb und als Cembalist und Pianist in der kurfürstlichen Kammer und bei öffentlichen Hofkonzerten. Wie beeinflusste die frühe Karriere als „Hofmusiker“ Beethovens späteres Komponieren?

Hier geht es zum Video – Folge 02: Beethoven als Hofmusiker

Beethoven – Beethoven durch die Jahreszeiten

Über die Deutungshoheit der Rezeption Ludwig van Beethovens sowie seiner Werke ist posthum lange gerungen worden. Dem Versuch einer nationalpolitischen Vereinnahmung
durch die Grabrede Grillparzers und dem
Umdeutungsversuch Wagners, den Komponisten als Herold der deutschen Eroberung von Paris 1870 zu stilisieren, folgten im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts zahlreiche Akteure und Regime, die sich an einer Instrumentalisierung in ihrem ideologischen Sinne versuchten, doch scheitern mussten.

Prof. Mag. Dr. Dr. Oliver Rathkolb,  Donnerstag, den 04. Juni 18:30 Uhr

Beethoven — seine Streichquartette

Beethovens einziges Violinkonzert ist für Generationen von GeigerInnen ein Olymp, den es zu erklimmen gilt und gehört somit zu den wichtigsten Werken der Violinliteratur . In diesem Vortrag werden die musikalischen, historischen und künstlerischen Aspekte des Konzerts beleuchtet.
Aus dem Zyklus der 10 Violinsonaten werden auszugsweise Besonderheiten, Charakteristika und Hintergründe unter die Lupe genommen.

Prof. Lidia Baich, MA, Donnerstag, den 22. Oktober 18:30 Uhr

Der „Beethoven-Geiger“

„Wer bethet ihn den[n] mehr an als ich?“ Der „Beethoven-Geiger“ Ignaz Schuppanzigh, vom Meister gerne als „Mylord Falstaff“ tituliert, brachte zahlreiche Kammermusikwerke Beethovens zur Uraufführung und war ihm seit früher Jugend verbunden.
An diesem Abend werden wir gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Hellsberg eben jenem Meister auf der Spur sein.

Prof. Dr. Clemens Hellsberg,  Mittwoch, den 9. Dezember 18:30 Uhr