Haus der Musik | Seilerstätte 30, A-1010 Wien Tel. +43-1-513 48 50 Öffnungszeiten täglich 10:00 - 22:00 info@hdm.at | www.hdm.at
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150 Jahre Donauwalzer

Virtueller Dirigent des Meisterwerkes

Im Winter 1866/67 komponierte Johann Strauss die Walzerpartie „An der schönen blauen Donau“, op. 314, kurz - den Donauwalzer. Bald darauf wurde das Werk zur inoffiziellen Hymne Wiens sowie zu einem der weltweit meistgespielten klassischen Musikstücke. Im Haus der Musik haben BesucherInnen die einzigartige Möglichkeit, das Werk als "Virtuelle Dirigenten" selbst zu leiten und ein eigener Ausstellungsraum widmet sich Johann Strauss (1825–1899) und dem Wiener Walzer.

Der dem Wiener Männergesang-Verein gewidmete Donauwalzer hatte seine Uraufführung am 15. Februar 1867 als Chorfassung und sorgte für Begeisterung beim Publikum, wodurch auch der Begriff „Schlager“ erstmals in die Musikwelt eingeführt wurde. Heute wird der Donauwalzer zumeist als reiner Orchesterwalzer aufgeführt. 

Beim alljährlichen Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker gehört der Donauwalzer zu den musikalischen Höhepunkten. Ein eigens dafür konzipierter Vorführraum im Haus der Musik lässt BesucherInnen an diesem Hörerlebnis der Superlative teilhaben. Eine Großbildprojektionsleinwand sorgt für die einzigartige Nähe zum Orchester.

Der Walzer hat, so verblüffend das heute klingt, einmal etwas Sozialrevolutionäres gehabt. Bis ins frühe 19. Jahrhundert war er in der feinen Gesellschaft verpönt, erstens weil er ursprünglich aus dem bäuerlichen Milieu gekommen ist und zweitens weil beim Walzertanzen der Körperkontakt so eng ist – bei den adeligen Tänzen der Barockzeit hat man sich ja höchstens an der Hand gehalten. Das aufstrebende Bürgertum hat aber die adeligen Bälle nachgeahmt und dabei den Walzer zu seinem wichtigsten Tanz gemacht – mit rauschendem Erfolg, auch die Adeligen haben bald Lust bekommen, Walzer zu tanzen. Die erste Stadt, wo man das sogar bei Hof tun durfte, war Wien. Und von Wien aus hat Johann Strauss den Walzer endgültig zum Triumph geführt.

Der Ausstellungsraum ist als ein Pavillon gestaltet, wie er bei einem der großen Feste, für die Johann Strauss so oft komponiert hat, die Tänzer aufgenommen haben könnte. Eine „Laterna magica“ und eine Videowand mit Walzerimpressionen bringen Bewegung in den Raum. Ballspenden aus der Zeit illustrieren die gesellschaftlichen Gepflogenheiten von damals.

Im Haus der Musik haben BesucherInnen aber auch die einzigartige Möglichkeit, den Donauwalzer als "Virtuelle Dirigenten" selbst zu dirigieren und dabei das Orchester der Wiener Philharmoniker zu leiten. Maestro Zubin Mehta gibt dazu persönliche Tipps, wie man das Meisterwerk am besten dirigiert. 

 



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